Jannasch Coaching im LexOffice Interview

On 19. April 2015 by Jens Jannasch

Vor kurzem interviewte mich Carola von LexOffice.

es ging um meine Arbeit als Coach und warum ich meinen Kunden die EC Kartenzahlubg gewähre, bzw. was ich mit dem Swiper für Erfahrungen gemacht habe.

Hier der Link zu dem vollständigen Interview und ein Auszug daraus.

[...]

lexoffice: Seit wann nutzt Du Lexware pay und wie gefällt es Dir?

Jens : Das Bezahlen mit Lexware pay biete ich meinen Kunden seit etwa einem Jahr an. Ich finde das Angebot klasse!

Meine Klienten coache ich teilweise auch außerhalb meines Büros und kann hier das flexible Zahlen via EC Karte einsetzen.

Das ist einfach, schnell, unkompliziert. Es gibt Kunden, denen ist es zu nervig, die per Post eingegangenen Rechnungen zu überweisen: Die lassen die Rechnung dann einfach mal liegen – unbezahlt. Vergessen.

Gerade die jüngeren Coachees nehmen mein Angebot gerne wahr, direkt mit Lexware pay zu zahlen.

Ein Vorteil ist auch die Übermittlung der Rechnung per Mail. Der Kunde hat sie also im Postfach und verbummelt sie nicht so schnell wie ein Zettelchen in der Geldbörse.

lexoffice: Wo und wie setzt Du Lexware pay ein?

Jens: Ich biete verschiedene Bezahlmöglichkeiten an. Bar vor Ort, per Rechnung oder halt mit Lexware Pay mit EC Karte. Die meisten Coachees bezahlen direkt in bar vor Ort. Sie finden aber alle das Angebot der EC Kartenzahlung interessant.

Gerade die jüngeren Kunden finden es „abgefahren“, wenn ich den kleinen Ansteckkasten aus der Tasche hole und ins iPad stecke. Aus purer Neugierde wie das wohl funktioniert haben schon Kunden mit EC Karte bezahlt und das Bargeld in der Tasche gelassen. Bei den geringen Transaktionsgebühren für mich auch kein Problem. Bin ja auch neugierig auf neue technische Entwicklungen.

Die Älteren haben dann eher Probleme mit der Unterschrift auf dem iPad. Dies ist jedoch eine ‚Bedienungsgewohntheit‘.

lexoffice: Gab es auch schon lustige Erlebnisse mit Lexware pay für Dich?

Jens: Ein Kunde, in dessen Büro ich gecoacht habe, hatte bereits bar gezahlt. Er hat dann aber nachgefragt, wie ich die EC Kartenzahlung außerhalb meines Büros anbieten kann. Ich zeigte ihm den kleinen Swiper. Er fand das spannend und wir mussten mehrere „Trockenbuchungen“ durchführen, weil er nicht glaubte, dass es tatsächlich funktioniert.

lexoffice: Schön, dass Du so zufrieden mit Lexware pay bist. Gibt es denn auch Dinge, die Du noch ändern würdest?

Es wäre schön, wenn die App auch noch fürs iPad angepasst würde, also mehr als eine vergrößerte iPhone-App ist. Mir würde es auch gut gefallen, wenn man Standardtexte, -angebote speichern könnte, die man nur noch anklicken muss, um sie auf der Rechnung einzufügen – ähnlich dem Service bei den lexoffice Buchhaltungslösungen. Vielleicht wäre hier auch eine Anbindung beider Programme möglich.

lexoffice: Welche Rolle spielen Communities, Soziale Netze und Business Networking für Dich?

Jens: Eine sehr große! Ich habe einen eigenen Blog, Profile bei Facebook, Xing, Google+, LinkedIn, Twitter und veröffentliche Artikel auf anderen Blogs und Webseiten. Das alles sind meine Akquiseportale.

Ich habe (noch) keinen Flyer oder Broschüren, die ich auslege oder versende, um Kunden zu bekommen. Meine bisherigen Coachees sind auf mich durch die Veröffentlichungen und – dämliches Wort: “Mundpropaganda“ aufmerksam geworden.

lexoffice: Was würdest Du KollegInnen empfehlen, die gerade erst in der Existenzgründungsphase sind?

Jens: Ich habe meine Freiberuflichkeit aus dem Angestelltenverhältnis heraus gegründet. Dies bot mir einen entspannten Aufbau meines Unternehmens.

Ich hatte keinen Druck, Kunden „um jeden Preis“ anzunehmen, sondern konnte vorerst mit weniger Terminen beginnen, um mich in die Abläufe einzufinden:

Akquise, Vorgespräche, was sage ich wie im Infogespräch, wie sind die Abläufe, wie lange dauert die Vor- und Nachbereitung.

So konnte ich Erfahrungen sammeln, mich als Coach festigen, mein Profil schärfen und anpassen ohne unter Existenzängste zu gelangen. Natürlich ein Luxus, wenn man dies aus einem Angestelltenverhältnis heraus machen kann.

Ich habe aber auch Bekannte, die haben ihren Job gekündigt und sich dann selbstständig gemacht und mussten anschließend sehr viel mehr kämpfen, um zu bestehen.

Für mich als Coach war es zu Beginn sehr hilfreich, in einem bestehenden, professionell arbeitenden Netzwerk Mitglied zu werden.

Hier habe ich in Netzwerktreffen den Austausch mit bereits selbstständigen Coaches gefunden, Tipps und Beratungen bekommen. Es wurden auch Ausschreibungen an Mitglieder veröffentlicht zu Kunden, an die man sonst nicht heran kommt.

Bei solchen Netzwerken sollte man sich die Profile vorab genau angucken und schauen, wo man sich selbst am besten fühlt und welche Seiten einem sympathisch sind.

Es gibt zum Beispiel im deutschsprachigen Raum eine bekannte Coaching-Plattform. Diese ist mir aber nicht sympathisch und somit bin ich Mitglied in einer etwas unbekannteren Community geworden – und fühle mich hier wohl und habe das Gefühl dass, weil sie wesentlich kleiner ist, der direkte Kontakt viel intensiver ist.

lexoffice: Wie kann man sich den Ablauf eines Coachings mit Dir vorstellen?

Jens: Als Coach bin ich bei Fragen der beruflichen Veränderung oder in Entscheidungssituationen für meine Coachees da. Ich arbeite mit Aufstellungstools. Ich berate nicht, ich bringe durch den Einsatz diverser systemischer Tools die Coachees dazu sich selbst die Fragen zu beantworten.

Das ist der Erfolg für meine Kunden, es verspricht Nachhaltigkeit. Wenn der Coachee selber erarbeitet hat, in welche Richtung es gehen soll, dann passt das auch meist.

Wenn ich in einer Beratung war, kann es sein, dass ich einen supermotivierten Trainer vor mir hatte, der mich absolut plausibel überzeugt hat. Aber ein paar Monate später merkt man: das passt aber eigentlich doch nicht so gut zu mir.

Im Coaching bleibt der Coachee der Profi in seinem System. Nur er weiß, wie seine „Umwelt“ funktioniert. Wie er auf bestimmte Jobs reagiert, wofür oder wogegen er sich engagieren würde. Er kennt seine Werte, für welche Konzerne er arbeiten möchte und für welche nicht.

Kennt er seine Werte nicht, so arbeiten wir diese heraus. Jeder hat sie, oft können sie jedoch nicht benannt werden. Man muss sich der Umwelt anpassen. Man kennt sehr gut alle Erwartungen „der anderen“ an einen selbst, ist aber manchmal nicht in der Lage seine eigenen Wünsche zu konkretisieren.

Hier ist die Aufstellungsarbeit ein wunderbares Werkszeug. Der Coach betrachtet alles von außen. Er hilft jedes Fragenkarussell getrennt voneinander zu betrachten. Man selber ist im Fragen Gewirr in einem Kreislauf.

Man schließt automatisch einige Dinge aus. Weil sie eh nicht funktionieren. So? Woher wissen Sie das? Im Coaching betrachtet man jeden Punkt detailliert. Trennt diese voneinander, fügt sie dann wieder zusammen. Mit anderen Erkenntnissen. Man benennt sie vielleicht das erste Mal konkret.

Mein Profil hatte ich ursprünglich für Coachees aus dem sozialen und pädagogischen Bereich, aus Non-Profitorganisationen und StudentInnen in Entscheidungssituationen geschärft.

In der Praxis kommen meine Coachees jedoch aus den unterschiedlichsten Bereichen. Tja. Wie sagte mein Professor:

Der Coachee sucht den Coach – nicht der Coach den Coachee :-) [...]

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