Shareconomy & Onlinementoring Co – Die Chancen im WWW

On 11. Juni 2013 by Jens Jannasch

Das World Wide Web. Ort der unbegrenzten Möglichkeiten. Das ist nichts Neues.
Aber welche interessanten Möglichkeiten es gibt, ist mir- mehr oder weniger zufällig- wieder einmal in den letzten Tagen bewusst geworden.
Wenn mir jemand auf der Strasse mit einem Klemmbrett entgegen kommt, weiche ich oft aus. Keine Lust auf “rettet den blauen Himmel-gegen Regen- Petitionen” oder “wollen Sie verantwortlich für das Morden von Tieren sein?” mit entsprechenden Fotos am frühen Morgen.

Da ist es bequemer sich online eine Aktion durchzulesen. Zum Beispiel gegen Einheitssaatgut in der EU. Da kann man dann in Ruhe entscheiden, ob man seinen Namen hinterlässt oder nicht.

Vor ein paar Tagen habe ich die Dokumentation “Taste the waste” gesehen. Erschreckend, dass in der EU im Jahr so viel genießbare Lebensmittel weggeworfen werden, dass davon die gesamte hungernde Weltbevölkerung 3x !!! ernährt werden könnte. Die Lebensmittel werden entsorgt, weil die Gurke zu krumm ist, die Kartoffel zu groß, die Tomate zu rot. Das mag der Kunde nicht.
Man ertappt sich selbst beim Einkauf, die hinterste Milch aus dem Regal zu ziehen. Die ist länger haltbar. Die Vordere wird dann vom Handel weggeschmissen, obwohl sie noch gut ist.
Und deshalb finde ich es schön, dass es solche Plattformen wie foodsharing.de gibt. So genannte “Shareconomys”.
Mittlerweile kann man fast alles online teilen. Autos, Wohnungen, Zimmer, Fehlkäufe, Kleider, Lebensmittel, Mitfahrgelegenheiten, Freunde, etc.
Gestern habe ich erst in einem Blog von meiner Kollegin Svenja Hofert über die tolle Aktion von Online-Mentoring gelesen. Hier kann man sich anmelden um junge Studenten und Absolventen mit Tipps und Erfahrungen aus der Berufspraxis zu unterstützen. Portale wie Karriere-Vitamin haben meiner Meinung nach das Potential des WWW entdeckt und gute Chancen zu wachsen.

Mit einer anderen Kollegin sprach ich erst kürzlich über das Mentoring. Sie ist Job-Patin. Ähnlich wie bei Karriere-Vitamin. Nur für noch jüngere Menschen, die nicht wissen, was sie nach der Schule machen wollen. Sie steht dort seit längerem in der Datenbank. Ohne jedoch angerufen zu werden.
Warum? Erklärungen gibt es bestimmt Einige. Eine Mögliche: Man muss dort direkt hin gehen und Zeit mitbringen.
Online ist man mit wenigen Klicks registriert. Man kann jetzt nach einer passenden Mitfahrgelegenheit, einem Mentor, einem Karriereexperten, einer Schlafgelegenheit oder fehlenden Lebensmitteln am Feiertag im Umkreis suchen. Oder sich gegen genmanipulierte Lebensmitteln und Futtermittel einsetzen.
Und dass alles in heimischer Umgebung, bei schöner Musik, mit einem Kaffee in der Hand.
Meldet sich ein Mentee, kann man entscheiden, wann man auf die Mail antwortet oder zurück ruft.

Shareconomy , Online-Petitionen und Online- Mentoring ist ein spannendes Thema mit unglaublichem Potential.
Aber das Leben spielt sich nicht nur online mit Chillout und Kaffee allein zu Hause ab.

Man muss schon vor die Tür gehen um an der Realität Teil zu haben.

Es gibt keine Site, in der man die gewünschten Sandsäcke gegen Hochwasser anklicken kann. Das muss man noch selbst tun.
Und deshalb auch hier ein Dankeschön an all die “Real-Life” Helfer im Hochwassergebiet!

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© angellodeco – Fotolia.com

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